Künstlerische & kulturelle Einrichtungen

Franz Radziwill Haus

Franz Radziwill Haus

Franz Radziwill kam auf Empfehlung von Karl Schmidt-Rottluff 1921 das erste Mal nach Dangast. Schon bald entschloss er sich, in Dangast sesshaft zu werden. Im Jahr 1923 erwarb er ein Haus in der heutigen Sielstraße 3, in dem er bis zu seinem Tode im Jahr 1983 lebte und arbeitete. Dieses Haus steht heute den Gästen des Nordseebades Dangast für einen Besuch offen. In dem Haus können Kunstinteressierte das Leben und künstlerische Schaffen Franz Radziwills in jährlich wechselnden Ausstellungen nachvollziehen. 

Berühmt ist der Maler Franz Radziwill (1895–1983) für seine Landschaften mit bedrohlichen Flugzeugen und riesigen Schiffen. Viele Werke sind menschenleer. Nur selten beherrschen Personen seine Bilder. Diese kaum bekannten Werke stehen nun unter dem Titel „Familie. Freunde. Fremde“ erstmals im Mittelpunkt. Welches Bild vom Menschen entwirft Radziwill, wie wandelt es sich, und wie zeigt der Maler die Personen, die ihm nahestanden?

Die meisten seiner Porträts entstanden in den 1920er Jahren. Dieses Jahrzehnt prägte den jungen Radziwill als Maler und als Mensch: Künstlerisch wendete er sich allmählich vom Expressionismus ab und entwickelt seinen neusachlichen Stil. Beeindruckt von den Werken der Alten Meister malte er seine ersten Bildnisse, deren Aufbau an Porträts aus der Renaissance erinnert. Ebenso setzte Radziwill zu dieser Zeit namenlose Menschen ins Bild: Manche Werke geben sie fast zärtlich wieder, während andere an Bilder von Otto Dix (1891–1969) erinnern. Radziwill war ihm 1927/28 in Dresden begegnet. Wie Dix für seine gnadenlos entlarvenden Porträts bekannt ist, grenzen auch manche von Radziwills ausdrucksstarken Darstellungen an Karikaturen. Hier zeigt sich die Vielfalt in Radziwills Figurenbildern.

In den Jahren um 1970, als Radziwill seine letzten Gemälde malte, rückten Menschen ein zweites Mal in sein Blickfeld. Wieder zeigt er Familie, Freunde, Fremde. Dabei experimentiert der Maler mit den Formaten für seine Bilder: Fast quadratische Bilder gibt es ebenso wie ungewöhnlich gelängte Hochformate.

Die Ausstellung zeigt einen kaum bekannten Aspekt von Radziwills Schaffen und bringt den Maler auch als Menschen näher. Viele der Dargestellten gingen früher in dem Wohnhaus ein und aus. Neben Selbstbildnissen betrifft das besonders die vielen Porträts aus dem Familienkreis. So lernen wir Radziwills Mutter und Vater, seine Brüder und Schwestern, seine erste Ehefrau Inge und die einzige Tochter Konstanze durch ihre Bildnisse kennen. Nachbarn aus seinem Wohnort Dangast hat Radziwill ebenso festgehalten wie bekannte Förderer aus seinem Netzwerk: Zeichnungen zeigen die berühmte Hamburger Kunsthistorikerin Rosa Schapire (1874–1954) und den befreundeten Kunsthistoriker Wilhelm Niemeyer (1874–1960), mit dem Radziwill in einen jahrelangen Briefwechsel pflegte. Daneben zeigt die Ausstellung Menschen ohne Namen: Seine Figurenbilder lassen Radziwills Blick auf den Menschen in der Welt erkennen.

Das Franz Radziwill Haus gehört zu den seltenen Künstlerhäusern, die als Gesamtkunstwerk im Originalzustand erhalten sind. In den Etappen des Ausbaus durch den gelernten Maurer wurde es zu einer gemauerten, begehbaren Künstlerbiografie. 1987 hat die Franz Radziwill Gesellschaft das Haus für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Im großen Atelier stehen noch heute Radziwills Staffeleien, daneben hängt der Malkittel. Palette und Malpinsel haben ihren angestammten Platz behalten. Radziwills Bilder am Ort ihrer Entstehung zu betrachten, bleibt ein einzigartiges Erlebnis.

Begleitend zur aktuellen Ausstellung findet ein buntes Rahmenprogramm statt – darunter Konzerte, Lesungen und Angebote für Kinder und Jugendliche.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung jeweils am 1. Sonntag im Monat um 11.30 Uhr.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 04451/2777 oder an info@radziwill.de

Öffnungszeiten:
bis 08.01.2023:
Mi. - Fr. 15.00 - 18.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage 11.00 - 18.00 Uhr

eingeschränkte Öffnungszeiten vom 01.11. bis 18.12.:
Fr. 15.00 - 18.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage 11.00 - 18.00 Uhr
19.12. - 25.12.2022 geschlossen!

Führungen für Gruppen oder Schulklassen nach telefonischer Anmeldung. Sonderführungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Veranstaltungen, siehe Veranstaltungskalender unter www.dangast.de

Weitere Informationen:
Telefon: 0 44 51/27 77   www.radziwill.de

Galerie Willy Hinck in der Villa Irmenfried

Galerie Willy Hinck in der Villa Irmenfried

Willy Hinck lebte von 1950 bis zu seinem Tode im Mai 2002 im Nordseebad Dangast. Er avancierte als Freiberufler zum Zeichner und Kunstmaler. In seinen Bildern erfasste und setzte er die Küstenregion gestalterisch um. Seine Aquarelle, Pastelle und Ölbilder sind in der Galerie Willy Hinck in der Villa Irmenfried zu besichtigen. Sie bildet ein wertvolles, historisches Archiv mit unzähligen Fotografien und Skizzen von Willy Hinck.
Öffnungszeiten: So. und Feiertage 11.00 - 17.00 Uhr

 

Das Kurhaus Dangast

Das Kurhaus Dangast

Das Kurhaus Dangast ist der Mittelpunkt der Kunstszene in Dangast. Es ist die erste Anlaufstelle für Maler und Kunstschaffende, die sich in Dangast inspirieren lassen. Die besondere Atmosphäre, der legendäre Rhabarberkuchen und der Blick vom Saal oder der Terrasse auf das Meer lädt die Menschen zum Verweilen und Klönen ein.
www.kurhausdangast.de

 

Atelier Michael Kusmierz

Atelier Michael Kusmierz

Ein Atelier sowie eine kleine Galerie betreibt der Dangaster Illustrator, Zeichner und Musiker Michael Kusmierz im ehemaligen Logierhaus am Kurhaus Dangast seit 2015.
Hier kann man dem Künstler bei der Arbeit über die Schulter schauen, z.B. bei den digitalen Arbeiten am Laptop mit Grafik Tablet. Weiterhin werden dort Poster, Postkarten und Drucke, und natürlich auch Original-Aquarelle und großformatige Acryl-Bilder gezeigt.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertag von jeweils 13 Uhr - 18 Uhr während der Saison. Oder nach Vereinbarung.

Weitere Informationen: caspar Michael Kusmierz, Atelier An der Rennweide, Dangast, Tel. 04451 - 9619 731

Galerie KaMa

Galerie KaMa

Ebenfalls im ehemaligen Logierhaus befindet sich seit 2017 die Galerie KaMa. Hier stellen die Vareler Künstler Kalle und Mascha Lott neben ihren eigenen Werken auch Stücke aktueller Künstler der Region aus und verkaufen diese. Mit Kunstwerken u.a. aus Malerei, Illustration, Töpferei, Druck, Holzarbeiten und Fotografie ist es das erklärte Ziel der Inhaber “Dangast als Künstlerort” ins Heute zu holen. Geplant sind wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler sowie Live-Veranstaltungen mit Musik.
Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertag zwischen 13 und 17 Uhr oder “wenn die Tür offen ist”.

Weitere Informationen Galerie KaMa bei Facebook, Galerie KaMa An der Rennweide 13

Nationalpark-Haus Dangast

Die Informationseinrichtung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer am Dangaster Ortseingang zeigt Ihnen in einer großen Erlebnisausstellung die Tiere, Pflanzen und Besonderheiten des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Aaquarien, Kinderbereich und Shop gehören ebenso dazu, wie jährlich wechselnde Sonderausstellungen. Wattführungen und weitere Veranstaltungen über die ganze Saison sowie ein Schul- und Gruppenprogramm stellen den Naturraum auch vor Ort anschaulich dar.
Zum Jadebusen 179, 26316 Varel-Dangast, Tel. 04451/7058


Öffnungszeiten
März - November
Di. - Fr. 10.00 - 12.00 Uhr, 14.00 - 18.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage 14.00 - 18.00 Uhr
Winteröffnungszeiten und weitere Informationen:
www.nationalparkhaus-wattenmeer.de/dangast

Raum für Glaskunst

Die Galerie "Raum für Glaskunst" in Dangastermoor bietet individuelle Glaskunst, Kunstverglasung und Unikatschmuck.
Zum Jadebusen 118, 26316 Varel-Dangastermoor, Tel. 04451 / 809 32 84 oder Tel. 0178 16 88 373
Öffnungszeiten 2022
April - Oktober:  Mi., Do.  11.00 - 16.00 Uhr
                              Fr.         10.00 - 14.00 Uhr
http://www.raum-fuer-glaskunst.de